Forschung

Kremsmuseum: Aufarbeitung der Bestände

Kunsthistoriker/innen für Dissertationen/Forschungsprojekt gesucht

Die Abteilung Kunstgeschichte und das Institut für Konservierung und Restaurierung der Universität für angewandte Kunst Wien planen die gemeinsame Durchführung eines Forschungsprojekts zur Aufarbeitung der Bestände des Kremsmuseums/NÖ. Neben der Depotplanung ist eine kunsthistorische Aufarbeitung der Bestände notwendig. Wir suchen Kunsthistoriker/innen, die an dem Forschungsprojekt interessiert sind und bereit, das Projekt mit uns einzureichen. Interessierte Kunsthistoriker/innen (Postgraduate, Doc oder Post-Doc) nehmen bitte bis 15. Januar 2019 mit Katharina Jesberger Kontakt auf.

Diese sollten im Idealfall über Erfahrung in der Aufarbeitung von Sammlungsbeständen und der Einreichung von Forschungsprojekten verfügen. Unbedingt notwendig sind die Bereitschaft und Fähigkeit zum selbständigen Arbeiten, umfangreiches kunsthistorisches Grundlagenwissen, Kooperationsbereitschaft und Teamfähigkeit.

Der Bestand des Kremsmuseum setzt sich aus Gemälden, Textilien, Keramik, Metallobjekten, historischen Möbeln, Plänen und Skulpturen zusammen. Die Glanzstücke, die bereits gut erforscht sind, sind die Gemälde von Kremser-Schmidt. Es existiert ein Inventar mit mehr als 14 000 Einzelobjekten, das vermutlich weitestgehend vollständig, aber noch nicht kategorisiert ist. Ein Großteil der Bestände ist wohl der Volkskunde zuzuordnen. Unter den Nationalsozialisten war geplant, das Kremsmuseum zu einem „Gaumuseum“ umzugestalten und es wurden Objekte für die Sammlung akquiriert. Diese Vorgänge wurden noch nicht historisch aufgearbeitet. Im Allgemeinen stellt die Provenienzforschung einen wichtigen Themenkreis für das Museum dar. Es ist geplant, ein Konzept zum Entsammeln der Bestände zu entwickeln, dafür sind diese Informationen unter anderem von großer Bedeutung.

Die formale Anbindung an die Abteilung Kunstgeschichte ist vorgesehen. Das Projekt sollte so rasch wie möglich starten, um mit der praktischen Planung Hand in Hand zu gehen. Die Finanzierung und Ausstattung der Stelle ist abhängig von der erfolgreichen Einreichung eines Forschungsprojekts bei den Förderschienen des FWF und des Landes NÖ. Die Einreichung erfolgt in Zusammenarbeit mit der Abteilung Kunstgeschichte und dem Institut für Konservierung und Restaurierung.

Es besteht die Möglichkeit, die Forschungsarbeiten im Rahmen eines Dissertationsprojekts durchzuführen. Es gelten dazu die Bestimmungen (insbesondere die Aufnahmekriterien) des Curriculums für Wissenschaftliche Doktoratsstudien.