Veranstaltung

Ringvorlesung Kunstgeschichte/Kultuwissenschaft

mit Workshops

In sechs Vorträgen mit anschließendem Workshop werden Themen, Problemstellungen und Methoden der Kulturwissenschaften zur Diskussion gestellt. Unsere Leitfrage lautet: Was ist Kunstgeschichte als Kulturwissenschaft? Was versteht man unter Repräsentation? Wie produzieren Bilder/Kunst Bedeutung? Wie ist das Verhältnis von Bildern zu sprachlichen Diskursen und zu anderen sozialen Praktiken, wie die Beziehung der Kunst zur ‚Wirklichkeit’? Diese und andere Fragen sollen von unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet werden, welche die Spezifik kunsthistorischer Methoden thematisieren, aber Aspekte der Postcolonial- und Gender Studies, der Geschichte und Medienwissenschaft einbeziehen. Die Ringvorlesung findet unter der Leitung von Daniela Hammer-Tugendhat statt.

Donnerstag 22. März & Freitag, 23. März 2012
Christina Lutter
Kulturwissenschaftlich Arbeiten. Interdisziplinäre Perspektiven

Donnerstag, 19. April & Freitag, 20. April 2012
Verena Krieger

Ikonologie und Kulturwissenschaft

Donnerstag, 26. April & Freitag, 27. April 2012
Renate Wöhrer

Allan Sekulas Fish Story als kulturwissenschaftliche Praxis in der Kunst

Donnerstag, 10. Mai & Freitag, 11. Mai 2012
Karin Gludovatz

Gaben der Natur, Güter des Handels, Gewinne der Kolonie. Ordnung und Umordnung Holländischer Stillleben

Donnerstag, 31. Mai & Freitag, 1. Juni 2012
Cornelia Epping-Jäger

Das akustische Regime des NS. Mediengeschichte als Kulturwissenschaft

Freitag, 14. Juni & Freitag, 15. Juni 2012
Daniela Hammer-Tugendhat

Mythen als Legitimation der großen Erzählungen von Liebe und Sexualität

Daniela HammerTugendhat ist Professorin für Kunstgeschichte an der Universität für angewandte Kunst Wien. Forschungsschwerpunkte: Kunst der Frühen Neuzeit, Gender Studies, Text‐Bild‐Beziehungen, Methodenfragen, Kunstgeschichte als Kulturwissenschaft. Das Sichtbare und das Unsichtbare. Zur holländischen Malerei des 17. Jahrhunderts, Köln, Weimar, Wien 2009.

Cornelia EppingJäger hat ihr Studium der Germanistik, Geschichte und Philosophie mit der Dissertation Die Inszenierung der Schrift. Der Literalisierungsprozeß und die Entstehungsgeschichte des Dramas abgeschlossen. (Publiziert Stuttgart 1996). Arbeit als Dramaturgin u.a. am Schillertheater und bei den Salzburger Festspielen. Von 2000‐2008 wissenschaftliche Mitarbeiterin des SFB Medien und kulturelle Kommunikation an der Universität zu Köln. Seit 2008 an der Ruhr‐Universität Bochum. Forschungsschwerpunkte sind: Laut/Sprecher in der Zeit des Nationalsozialismus, Poetik und Hermeneutik des Hörbuchs, Medialität des Diktats.

Karin Gludovatz ist Juniorprofessorin am Kunsthistorischen Institut der Freien Universität Berlin. Forschungsschwerpunkte: Niederländische und italienische Malerei des 15.‐17. Jahrhunderts; Autorschaftskonzepte und Künstlermythen in der Frühen Neuzeit und in der Kunst seit den 1960er Jahren; Schrift‐Bild‐Relationen; Kunst und Dokumentarismus; Künstlerische Mobilität in der Frühen Neuzeit. Publikationen u.a.: Fährten legen ‐ Spuren lesen. Die Künstlersignatur als poietische Referenz, München 2011; Entstellte Ähnlichkeit und anwesende Abwesenheit. Arnold Böcklin und die Toteninsel, in: Werner Busch, Oliver Jehle, Bernhard Maaz, Sabine Slanina (Hg.), Ähnlichkeit und Entstellung. Entgrenzungstendenzen des Porträts, Berlin 2010, S. 119‐134; Wessen Wirklichkeit? Rothkos Individualgeschichte des Künstlers, in: Stefan Weppelmann, Gerhard Wolf (Hg.): Rothko / Giotto, Ausstellungskatalog Berlin: Gemäldegalerie ‐ SMB, München 2009, S. 67‐78.

Renate Wöhrer ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Sonderforschungsbereich „Ästhetische Erfahrung im Zeichen der Entgrenzung der Künste“ an der Freien Universität Berlin. Von 2006‐2010 war sie Stipendiatin am Graduiertenkolleg „InterArt“ der Freien Universität Berlin. Forschungsschwerpunkte: Gegenwartskunst, Dokumentarische Kunst‐ und Bildpraktiken, Repräsentationen von Arbeit. Publikationen u.a.: „’How (not) to Be Seen’. Fragen der Sichtbarkeit von migrantischen Hausangestellten in Moira Zoitls dokumentarischen Kunstprojekt Chat(t)er Gardens. Stories by and About Filipina Workers“, in: FKW//Zeitschrift für Geschlechterforschung und visuelle Kultur, Heft 49, Juni 2010, S. 24‐35; „Fischen im Meer der Bilder. Dokumentarische Darstellungen von Arbeit in Allan Sekulas Fotoessay Fish Story“, in: Krüger, Weiß, Crasemann (Hg.): Um/Ordnungen. Fotografische Menschenbilder zwischen Konstruktion und Destruktion, München 2010, S. 177‐192. Arbeitet derzeit in einem Forschungsprojekt zur Geschichte dokumentarischer Bildpraktiken.

Verena Krieger ist Ordinaria für Kunstgeschichte an der Universität Jena. Von 2008‐2011 Leiterin der Abteilung Kunstgeschichte an der Universität für angewandte Kunst Wien.
Forschungsschwerpunkte: Moderne und zeitgenössische Kunst, Kunsttheorie der Neuzeit und Moderne, Genderforschung, Avantgarde und Politik, Methodenfragen der Kunstgeschichte. Publikationen: Kunst als Neuschöpfung der Wirklichkeit. Die Anti‐Ästhetik der russischen Moderne, Köln, Weimar, Wien 2006 (Habil.); Was ist ein Künstler? Genie, Heilsbringer, Antikünstler. Eine Ideen‐ und Kunstgeschichte des Schöpferischen, Köln 2007. Arbeitet derzeit an einer Einführung in die Ikonologie.

Christina Lutter ist Professorin für österreichische Geschichte an der Universität Wien. Von 1994 bis 2007 Programmkoordinatorin der Forschungsprogramme Geistes‐, Sozial‐, Kulturwissenschaften, sowie ab 2003 stellvertretende, dann interimistische Leiterin der Abt. Gesellschaftswissenschaften im BMWF.
Arbeits‐ und Forschungsschwerpunkte: Kultur‐ und Geschlechtergeschichte des Mittelalters und der Frühen Neuzeit; Kulturwissenschaften / Cultural Studies; Gender Studies. Publ. u.a.: Geschlecht & Wissen, Norm & Praxis, Lesen & Schreiben. Monastische Reformgemeinschaften im 12. Jahrhundert (Habil), Wien, Oldenburg 2005.
Aktuelles Forschungsprojekt: Social and Cultural Communities across Medieval Monastic, Civic, and Courtly Cultures in High and Late Medieval Central Europe (FWF)